Die Psychologische Praxis für Kinder und Jugendliche in Struxdorf

Psychologische Praxis für Kinder und Jugendliche
Dipl. Psychologe P. Thermer
Kallesdamm 2
24891 Struxdorf
Tel. & Fax: 04623 - 1879 65
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Träger:
Therap. Kinder- u. Jugendheim Struxdorf
Friederike Wagner

Die Psychologische Praxis wurde im April 1999 unter der Trägerschaft des Therapeutischen Kinder- & Jugendheimes Struxdorf eröffnet. Zielrichtung der Arbeit ist es seither, bereits vom Zeitpunkt der Heimaufnahme an eine enge Verzahnung von pädagogischer und psychologischer Kompetenz bei der Arbeit mit den betreuten Kindern zu gewährleisten. Dabei sollen sowohl die Informationswege als auch die Wartezeiten für Diagnostik und Therapie so kurz wie möglich sein, was dadurch erzielt wird, dass die Leistungen der Psychologischen Praxis für Kinder und Jugendliche ausschließlich die Trägereinrichtungen und anderen Mitgliedseinrichtungen der IKH angeboten werden.

Folgende Leistungen können für die Einrichtungen erbracht werden:

  • Beratung bei Aufnahmegesprächen
  • Eingangsdiagnostik
  • Verlaufsdiagnostik
  • Einzeltherapie und –Beratung der Kinder
  • Gruppentrainings und Gruppentherapien
  • Krisenintervention
  • Team- und Mitarbeiterberatung

Beratung bei Aufnahmegesprächen

Bereits bei Aufnahme-Anfragen durch die Jugendämter kann die Psychologische Praxis zur Beurteilung hinzugezogen werden, um eine zusätzliche professionelle Sichtweise zu gewinnen, welche Auswirkungen durch eine Aufnahme für das Kind selbst aber auch für die anderen, bereits im aufnehmenden Heim lebenden Kinder zu erwarten sind.

Hierbei geht es u.a. um folgende Fragen : In welcher Weise könnten psychologische Auffälligkeiten und Stärken der bereits in dem Heim lebenden Kinder mit den bis dahin bekannten Auffälligkeiten und Stärken des aufzunehmenden Kindes günstig oder ungünstig interagieren? Inwiefern verlangen die Auffälligkeiten des neuen Kindes ein Erzieherverhalten, das sich von dem für die bereits im Heim lebenden Kinder sehr unterscheidet? Ist aufgrund eines derartig unterschiedlichen Erzieherverhaltens mit neuen Schwierigkeiten oder Rückschritten bei einem der Kinder zu rechnen?

Die Abklärung solcher Fragen erfolgt in enger Kooperation mit dem aufnehmenden Heim, um aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln beurteilen zu können, ob die Einrichtung gute Voraussetzungen für eine möglichst positive Entwicklung des aufzunehmenden Kindes aufweist, bzw. welche Voraussetzungen erst noch zu schaffen sind.

Eingangsdiagnostik

Oft liegt bei Neuaufnahmen keine aktuelle psychologische Diagnostik über das aufgenommene Kind vor. Daher kann die Eingangsdiagnostik wichtige Hinweise z.B. auf bislang nicht genutzte Ressourcen, auf bislang nicht erkannte Ursachen von Schwierigkeiten oder auf behandlungsbedürftige Störungen und Auffälligkeiten liefern. Anhand der Ergebnisse der Eingangsdiagnostik kann im weiteren Verlauf der Unterbringung die Entwicklung des Kindes besser eingeschätzt werden, da besser abschätzbar ist, welche Entwicklungen prognostisch erwartet werden können und welche eher unwahrscheinlicher sind.

Bei Kindern mit einer Vielzahl von Auffälligkeiten geht es zudem darum, Prioritäten zu setzen, welche Schwierigkeiten vorrangig anzugehen sind. So sind z.B. bestimmte Auffälligkeiten gravierender als andere, belasten das Kind subjektiv stärker oder bedingen weitere Schwierigkeiten mit. Auch sind bei einigen Störungsbildern schnellere Fortschritte zu erwarten als bei anderen, und somit erste Erfolgserlebnisse, die das Kind für die Bearbeitung der übrigen Probleme motivieren können. Andere Auffälligkeiten können möglicherweise als lediglich vermeintlich kindspezifische Schwierigkeiten erkannt werden, die jedoch im bisherigen Familiensystem eine wichtige Funktion hatten und daher ständig isoliert „behandelt" wurden.

Verlaufsdiagnostik

Während des gesamten Aufenthaltes eines Kindes in der Einrichtung können bei Bedarf immer wieder kurzfristig einzelne psychodiagnostische Verfahren durchgeführt werden. Hierdurch werden die durch die Vorgeschichte bekannten Auffälligkeiten, Vorbefunde oder die Eingangsdiagnostik in ihrem Verlauf kontrolliert oder aktuelle Entscheidungen, wie etwa diejenige für oder gegen eine veränderte Beschulung, mit fundierten Aussagen zum aktuellen Status der Entwicklung erleichtert. Neu auftretende Schwierigkeiten des Kindes werden bei Bedarf ebenfalls kurzfristig diagnostisch in ihrer Bedeutung und Schwere überprüft, wodurch abgeschätzt werden kann, ob akuter Handlungs- oder zumindest gezielter Beobachtungsbedarf besteht.

Ein besonderer Vorteil der Psychologischen Praxis Struxdorf bei diesen Aufgaben liegt darin, dass sich durch die enge Zusammenarbeit mit der Einrichtung in den meisten Fällen Kind und Untersucherin bereits kennen. Dies führt nicht nur zu einer umfassenderen Einschätzung des Kindes, sondern auch dazu, dass sich die Kinder bei der Diagnostik sehr schnell auf die dort relevanten Inhalte konzentrieren können, anstatt sich in ihrer Aufmerksamkeit erst lange mit der neuen Situation oder der unbekannten Person auseinandersetzen zu müssen.

Einzeltherapie und –Beratung der Kinder

Die Psychologische Praxis Struxdorf bietet die Möglichkeit der Einzeltherapie und -beratung für Kinder an. Hierbei kommen – je nach Alter und Reife des Kindes sowie nach Störungsbild – Methoden der kindzentrierten Spieltherapie, der Verhaltenstherapie oder der Gesprächstherapie zur Anwendung. Hier kann meist wertvolle Zeit gewonnen werden, da es aufgrund der „Reservierung" der Therapieplätze für Kinder aus IKH-Einrichtungen nicht derart lange Wartezeiten gibt, wie es bei den Praxen niedergelassener Kinder- und Jugendpsychotherapeuten üblich ist. Durch einen frühen Beginn einer Therapie kann möglicherweise einer Chronifizierung der Symptomatik oder einer Aggravierung der aus der Störung resultierenden Belastungen entgegengewirkt werden. Bei einigen Störungsbildern, die aktuell keinen Krankheitswert haben, kann es dennoch sinnvoll sein, eine Therapie als Unterstützung der Hilfe zur Erziehung durchzuführen, damit sich später kein volles Krankheitsbild entwickelt.

Für viele Kinder besteht aufgrund von Loyalitätskonflikten die Schwierigkeit, Beziehungsangebote der Erwachsenen im Heim nur eingeschränkt annehmen zu können, so dass sie das intern vorhandene Angebot möglicherweise nicht ausreichend nutzen. Hier ist die Unterstützung durch eine außenstehende Person wichtig, die weder als konkurrierende Elternfigur wahrgenommen wird noch in die regelmäßigen, pädagogischen Auseinandersetzungen mit einbezogen ist. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Einrichtung und Praxis kennen andere Kinder aus derselben Einrichtung die Therapeutin meistens bereits und können dem neu zu behandelnden Kind Auskünfte über sie und die Therapie geben. Hierdurch wird der Beginn der Therapie weniger angstbesetzt und zudem zu etwas weniger Außergewöhnlichem.

Gruppentherapie und Gruppentraining

Viele der Auffälligkeiten der Kinder in Einrichtungen der Jugendhilfe treten ganz besonders in sozialer Interaktion und ganz besonders in Gruppeninteraktionen auf. Daher kann es sinnvoll sein, einige Auffälligkeiten auch in einem Gruppensetting zu behandeln, da sie in der Einzeltherapie nicht derart massiv auftreten und daher auch weniger gut zu bearbeiten sind. Dies gilt ganz besonders bei Kindern, die zwar viele soziale Konflikte haben, die diese Konflikte aber auch extrem schnell als „abgehakt" betrachten. Hier ist die Schaffung einer Gruppensituation, bei der die Konflikte direkt erlebt und bearbeitet werden können, besonders fruchtbar.

Die Psychologische Praxis Struxdorf bietet daher Gruppen für Kinder und Jugendliche an, die langfristig therapeutisch ausgerichtet sein können oder aber gezielter auf eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Verhaltensrepertoire abgestimmt sind (Bewerbungstraining, Training der Sozialkompetenzen). Dabei wird auf die besondere Bedeutung der Peergruppe für das Lernen bei Kindern und Jugendlichen insofern geachtet, als die Gruppenzusammenstellung u.a. nach dem Gesichtspunkt erfolgt, dass nicht alle Teilnehmer/innen die gleichen Stärken und Schwächen aufweisen. So ist es möglich, dass sie voneinander am Modell lernen, wie sie ihre Schwierigkeiten zukünftig adäquater und erfolgreicher lösen können.

Krisenintervention

Ein weiteres Angebot der Psychologischen Praxis besteht in der Möglichkeit, bei krisenhaften Entwicklungen für die Kinder und Jugendlichen sowie für die Mitarbeiter des Heimes kurzfristig für Beratung und Krisenintervention zur Verfügung zu stehen. Hierdurch kann eine erste Stabilisierung erreicht und somit z.B. ein Klinikaufenthalt vermieden werden, oder genau hierfür argumentiert und motiviert werden, wenn abzusehen ist, dass die Maßnahme der Krisenintervention nicht weit genug greifen wird.

Team- und Mitarbeiterberatung

Diagnostik und Therapie der Kinder sind eng verzahnt mit der Beratung der pädagogischen Teams. Aus der Diagnostik können dem Team Informationen über die Symptomatik und die daraus resultierenden Anforderungen an Interventionen gegeben werden. Aus der Teamsitzung kann die Notwendigkeit einer spezifischen Diagnostik oder einer therapeutischen Behandlung deutlich werden. Oft kann die Therapie wichtige Hinweise darauf liefern, ob oder warum einige pädagogische Maßnahmen bei einem Kind wirkungsvoll sind oder nicht. Die Kenntnis des Kindes aus der persönlichen Interaktion ermöglicht es der Beraterin noch fundierter, die in Teamsitzungen dargestellten Probleme zu analysieren und in Zusammenhang mit der ihr bereits bekannten Psychodynamik beim Kind zu betrachten.

Auch hier besteht in der Ausschließlichkeit der Praxis-Angebote an IKH-Einrichtungen ein Vorteil für das beratene Team. Durch die Kenntnis verschiedener Teams und vieler Kinder aus Einrichtungen wird schneller erkennbar, wo es sich bei einem beschriebenen Problem um ein typisches Probleme aller Heime, des jeweiligen Heimes, des Kindes oder wo es sich um ein Spezialproblem handelt, das relativ einzigartig ist. Diese Einschätzung hilft zu bestimmen, auf welcher Ebene eine Intervention sinnvollerweise ansetzen müßte: beim Kind, der Einrichtung, einzelnen Mitarbeitern/ innen, Teamprozessen oder außerhalb der Einrichtung. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Einrichtungen ist auch eine häufige Anwesenheit in verschiedenen Heimen gewährleistet. So besteht für die Mitarbeiter die Möglichkeit, Schwierigkeiten außerhalb des größeren Rahmens der Teamsitzungen anzusprechen und so zeitnäher zu reagieren. Schließlich bietet die Anwesenheit im Heim der Beraterin den Vorteil, Interaktionen direkt beobachten und somit eigene Eindrücke von der Dynamik der thematisierten Konflikte gewinnen zu können.

Psychologische Praxis für Kinder und Jugendliche
Dipl. Psychologe P. Thermer
Kallesdamm 2
24891 Struxdorf
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Träger: Therap. Kinder- u. Jugendheim Struxdorf
Friederike Wagner

Wir sind Mitglied in der Interessengemeinschaft Kleine Heime & Jugendhilfeprojekte Schleswig-Holstein e.V. .

Geschäftsstelle: Schubystraße 57a • 24837 Schleswig
Telefon: (04621) - 984 1963 • Fax (04621) - 984 1963
E-Mail: info@ikh-sh.de

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